Tamara Kirstätter - Life-Coaching

"Ich will mich nicht drum kümmern müssen" - Da liegt der Hase im Pfeffer

Aus aktuellem Anlass muss ich mal wieder was loswerden.

Ich hatte eben ein Gespräch mit einem Bekannten, der vor kurzem stolzer Vater geworden ist. Natürlich haben wir uns damals schon über Zukunftsplanung und Vermögensaufbau für den Nachwuchs unterhalten und ich gab ihm ein paar Tipps.

Heute habe ich es gewagt, einmal nachzufragen und hab eigentlich schon mit der Antwort gerechnet...dass er da noch nix unternommen hätte...aber zumindest da wurde ich angenehm überrascht...aber das war es dann auch schon.

Denn er berichtete mir, er habe irgendeine Art Versicherung abgeschlossen, mit einem sicheren festen Zinssatz von irgendwas um 4% und einer Rate von irgendwas um die 92€ monatlich, die seiner Tochter zur Verfügung steht, wenn sie 18 ist.

Das Einzige was mich an dieser Aussage nicht auf die Palme bringt, ist dass er überhaupt was gemacht hat...bei allem anderen stellen sich mir die Nackenhaare.

Ich fragte natürlich wie er auf gerade diese Lösung gekommen sei, da wir über ganz andere Möglichkeiten gesprochen hatten, die deutlich gewinnbringender waren.

O-TON: "Ich wollte mich nicht darum kümmern müssen...da hab ich meinen Versicherungsvertreter angerufen und wir haben das dann so gemacht."

Okay...zur Klarstellung...ich habe nichts gegen Versicherungsvertreter oder generell Versicherungen...wo sie angebracht sind...aber als Kapitalanlage? 

Ich denke es ist das Wort "sicher", was die meisten Menschen denken lässt...dass sie dabei alles richtig machen...und ich sage auch nicht, dass es falsch ist....ich sage ...es geht besser!

Aber...wenn man mehr will...was anderes will...muss man sich damit auseinander setzen...Zeit investieren...Informationen sammeln...Entscheidungen treffen...und vielleicht auch das ein oder andere Risiko eingehen. 

Und genau das wollen die meisten Menschen nicht.

O-TON: "Wieso soll ich einen Aktienfonds suchen, der vielleicht 1% mehr bringt aber ein viel größeres Risiko hat?"

Und damit sind wir beim rechnen...was wohl alle seit der Grundschule zu hassen scheinen..denn 1% mehr pro Jahr...auf 18 Jahre...kann je nach Einlage eine Menge Geld sein...

Geld ist für die meisten Menschen sehr wichtig....sie verbinden viele Emotionen mit dieser SACHE. Sie wiegen es auf...gegen ihre Arbeitskraft..ihre Zeit...sie denken....weil sie für Ihre Geld hart arbeiten müssen, müssen sie es festhalten...zumindest wenn sie es anlegen...wenn sie es für's "Leben" ausgeben...hauen sie es meistens ohne mit der Wimper zu zucken raus, nur um dann festzustellen...-die Kohle reicht irgendwie nie- ....Lieblingssatz: "Warum ist am Ende vom Geld immer noch so viel Monat übrig"

Aber womit beschäftigen sie sich?

Nicht mit dem was für sie doch so wichtig ist!

Sie tauschen Zeit gegen Geld und haben nur diese eine Einnahmequelle...deswegen ist es für sie unmöglich...mit ihrem sauer verdienten Geld ein Risiko einzugehen...und sich darum zu kümmern, wie sich da was ändern lässt...kostet ja wieder Zeit, die man aber nach Feierabend lieber mit was anderem verbringt.....verständlich? auf jeden Fall....sinnvoll? so überhaupt gar nicht!

Warum hören die meisten auf zu lernen...wenn sie die Lehre abgeschlossen haben...oder das Studium? Ist es so schlimm, sich auf einem aktuellen Stand zu halten? Ist es langweilig? Zu aufwendig? Muss man sich dafür schämen? 

Bitte sagt es mir...denn ich verstehe es nicht

Ich bin älter als die meisten meiner Bekannten...aber ich bin auch die Einzige, die sich mit Investitionen, Kapitalanlage, Aktien, Fonds und Kryptowährung beschäftigt.

Ich bin die Einzige, die kein geleastes oder finanziertes Auto fährt, weil das für mich rausgeschmissenes Geld ist.

Ich bin eine der Wenigen, die kein Haus hat...was zudem auch noch nicht bezahlt ist und vor allem keine Einnahmen bringt.

Und ich bin eine der Wenigen, die nicht jammert und meckert, sie verdiene zu wenig... weil ich meine Finanzen selbst in die Hand nehme...so kann ich auch nur mir die Schuld geben, wenn es nicht genug ist.

Es war noch nie so einfach wie heute...die Kluft zwischen arm und reich zu überwinden...was immer reich sein für einen selbst bedeutet...aber dafür muss man sich mit den Möglichkeiten des Jahres 2020 beschäftigen...sein Wissen und Können steigern, um zu bekommen was man will....und..dafür muss man natürlich auch wissen was man will.

Ich weiß es...und DU?