Tamara Kirstätter - Life-Coaching

In jeder Krise steckt eine Chance

Auf der einen Seite kann ich das Wort Krise und Virus nicht mehr hören...das ist das Einzige was derzeit die ganze Welt und die Nachrichten beherrscht. Alles und ich meine wirklich ALLES andere scheint völlig unwichtig geworden zu sein. Klimawandel? Umweltschutz? ...alles Blödsinn im Angesicht der drohenden Menschheitsvernichtung durch einen Killervirus.
Es ist fast wie in einem Hollywoodstreifen...und wäre es nicht so tragisch und real...fänden es die meisten wahrscheinlich sehr unterhaltsam. Aber mal ehrlich, ich kann mich an keinen Endzeit – Apokalypse Film erinnern, in dem Klopapier das Objekt der Begierde war...aber da sieht man mal wieder...in der Realität ist alles anders.
Natürlich laufen meine Gedanken in ganz andere Richtungen.
Für mich ganz persönlich ändert die derzeitige Panikstimmung nichts an meinem täglichen Leben....ob das gut oder schlecht ist bewerte ich nicht...aber es ist eine Tatsache.
Dadurch....dass ich allein mit meinem Hund lebe (Tiere übertragen den Virus nicht!) und von zu Hause überwiegend online arbeite, sind meine persönlichen Interaktionen mit Menschen auf ein Minimum beschränkt...was natürlich immer noch eine Ansteckungsgefahr birgt, aber ich bin zuversichtlich...mich gut schützen zu können!
Ich weiß, dass viele von euch nicht so leben...eine Familie haben...ins Büro oder Geschäft fahren müssen...mit Arbeitskollegen oder Kunden in Berührung kommen und ständig Gegenstände anfassen müssen, die wer weiß wer und wie viele vorher schon in der Hand hatten...und ich glaube den meisten war es bisher gar nicht bewusst...und sie denken jetzt erst darüber nach...wie viele Bakterien und Viren sie täglich an sich heranlassen und sie bisher trotzdem überlebt haben.
Bitte ich will die derzeitige Situation nicht herunter spielen...es ist ernst und so sollten wir auch alle handeln.
Für mich ...in meinem Job und als selbstständige im Allgemeinen...ist es aber wichtig, so eine Krise zu meistern und möglichst auch gestärkt daraus hervorzugehen. Oft ist man für die Situation in der man steckt selbst verantwortlich, aber jetzt hier und heute müssen wir mit anderen Regeln klar kommen...aber auch das muss nichts Schlechtes sein.
Nur ein paar Gedanken...die mir so durch den Kopf schießen.
Einige meiner Kunden und auch nicht selbstständige Freunde müssen Kurzarbeit anmelden, haben Umsatz- oder Gehaltseinbußen ...und die wenigsten haben einen finanziellen Puffer, der das auffangen könnte...im Verlauf dieser Pandemie werden einige pleite und verschuldet sein...weil sie in ihren guten Zeiten nie an die möglichen schlechten gedacht haben.
Das soll kein Vorwurf sein...das steht mir nicht zu...die meisten denken an alle möglichen Probleme...gegen viele davon kann man sich sogar versichern...aber dieser Ausnahmezustand stand sicher auf keiner Liste anzunehmender Schwierigkeiten.
Und genau das meine ich...wir machen uns so viele Gedanken...was alles nicht klappen könnte...was uns alles in die Quere kommen könnte...aber was letztendlich wirklich passiert...hat niemand auf dem Schirm. Nicht mal die Regierung. Wusstet ihr, dass es früher eine Notfallversorgung der Bundesländer gab? Es gab von der Bundeswehr angelegte „Bunker“ mit haltbaren Nahrungsmitteln, die im Bedarfsfall an die Bevölkerung ausgegeben werden konnte...alles wegrationalisiert...zugunsten der just in time Dauerversorgung durch die Globalisierung. Ob in den Bunkern auch Klopapier lagerte?
Ich will damit sagen, wir machen uns zu abhängig von unserer selbst geschaffenen brave new world ...und denken nicht mehr weiter...als zu unserem nächsten Einkauf...im nächsten Laden...mit vollen Regalen.
Und jetzt stehen wir da und prügeln uns um Nudelpackungen...ernsthaft?
Ich erinnere mich ...bei meinen Eltern hätte ich locker ein halbes Jahr ohne einkaufen überleben können...der Keller und die Kühltruhe waren immer voll...ich habe das als Kind nie verstanden...da ich in meinen jetzt fast 50 Jahren nie leere Supermarktregale gesehen habe...aber jetzt ist es mir klar.
Aber ich schweife ab...es geht um die Chancen die eine Krise bietet...und nein damit meine ich nicht, billig Toilettenpapier einzukaufen und es nachher teuer wieder zu verkaufen...das ist geschmacklos.
Es geht darum...für sich selbst herauszufinden, ob man was besser machen kann.
Abhängigkeiten gibt es immer...aber kann man die in denen man selbst steckt minimieren?
Wenn du deinen Job magst, aber jetzt gerade eventuell nicht arbeiten kannst, weil deine Firma geschlossen ist....hast du Gehaltseinbußen ...richtig? Du warst und bist abhängig, dass dein Arbeitgeber oder das Arbeitsamt (Kurzarbeit) dir zumindest einen Teil deines Lohnes zahlt. Kommst du damit hin? Miete...Lebensmittel...Strom...Telefon...Kabelfernsehen...Streamingdienste...Autorate...etc. ...das alles will ja weiterbezahlt werden. Was machen Menschen, die ihr Gehalt bis zum letzten Cent ausgeben? Genau jetzt fallen ihnen die Konsumschulden auf die Füße...genau jetzt wird vielen klar...sie leben über ihre Verhältnisse...und sie haben keine Rücklagen für schlechte Zeiten...die genau jetzt da sind!
Und ich höre da gerade eine kleine Stimme in meinem Kopf die sagt...wer hätte denn damit rechnen können? ...und... sowas kommt einmal in 100 Jahren vor, da kann man nix machen.
Alles richtig...aber es gibt sicher Menschen, die trifft es weniger hart...und warum? Weil sie einen generellen Notfallplan haben.
Wie könnte der aussehen?
• Verschaffe dir mehr als eine Geld-Einnahmequelle ... nur ein Gehalt ist Abhängigkeit von einer Quelle
• Verteile die Quellen auf verschiedene voneinander unabhängige Branchen ...wenn es in einer schlecht läuft können andere Quellen weiter sprudeln
• Lege mindestens 10% deiner Einnahmen für Notfälle zurück und rühre sie auch nur in einem solchen Fall an
• Lege Vorräte an...Geld allein nutzt nix, wenn du nichts kaufen kannst...kauf einfach bei jedem Einkauf eine Sache für’s „Lager“
• Mindere deine Ausgaben...mach keine Konsumschulden...damit ist gemeint, kaufe nichts was du dir nicht leisten kannst...zahle alles sofort ...nicht auf Raten...versiegt deine Einnahmequelle, kannst du die Raten nicht mehr zahlen!
• Spare und investiere...wenn dein Notgroschen aufgebaut ist...investiere überschüssiges Geld und lass es langfristig arbeiten...ja auch der Aktienmarkt geht in einer solchen Krise in den Keller...aber genau das ist der Zeitpunkt zu kaufen...und wenn man schon Aktien hat...einfach durchhalten...Märkte erholen sich auch wieder

Krisen sind Chancen zu wachsen...persönlich, finanziell, spirituell ...man muss sie nur zu nutzen wissen!