Tamara Kirstätter - Life-Coaching

Warum Buchhaltung von Anfang an wichtig ist!

Na klar…was soll ich als Buchhalterin auch anderes sagen…aber ganz ehrlich…es muss nicht sofort der Profi engagiert werden…wenn man sich ein wenig selbst damit beschäftigt, ist das auch gar nicht so schwierig…ja es ist öde…ja es ist unsexy…und ja es bringt dir keinen Pfennig mehr Geld in die Kasse und ist nur Verwaltungsarbeit die kostet…ABER…erstens verlangt das Finanzamt eine ordnungsgemäße Buchführung für eventuelle Prüfungen und zweitens hast du irgendwann überhaupt keinen Überblick mehr…wie dein Laden läuft.

Denn nur weil deine Kunden rechtzeitig bezahlen und du deine Lieferanten bezahlst heißt das nicht, dass es deinem Geschäft gut geht.

Ich hatte mal ein Gespräch mit einem potentiellen Kunden der die Einstellung hatte…solange der Geldautomat Bares ausspuckt, wäre alles okay. So sah es dann in seinem „Büro“ auch aus und ich habe dankend abgelehnt für ihn zu arbeiten.

Buchhaltung bedeutet, deine Einnahmen und Ausgaben zu kategorisieren, um genau zu sehen woher dein Geld kommt und wohin es geht.

Das scheint dir am Anfang noch recht übersichtlich zu sein aber glaubt mir, das ändert sich schnell und du kriegst es meist gar nicht mit.

Außerdem lassen die meisten „Anfänger“ alles viel zu lange liegen, bis sich ein Berg an türmt oder das Finanzamt Alarm schlägt…dann haben sie keine Lust den angesammelten Mist zu bearbeiten und das böse Finanzamt ist alles schuld…

Man kann mit der  deutschen Bürokratie gut auskommt, wenn man sich nur ein kleines bisschen an die Regeln hält und sich organisiert. Zum Glück gibt es doch Buchhaltungsprogramme, die dich dabei unterstützen…aber Vorsicht…auch hier gibt es einiges zu beachten.

Sie dürfen ruhig einfach in der Bedienbarkeit sein, aber sie sollten Datev-kompatibel sein und einen entsprechenden Im- und Export ausführen können…dann könnt ihr nämlich eure selbst gebuchten Daten dem Steuerberater oder Buchhalter zur Kontrolle und/oder zur weiteren Bearbeitung (Jahresabschluss) schicken.

Eines muss ich auch nochmal ganz deutlich sagen…es besteht KEINE Steuerberaterpflicht in Deutschland…und selbst wenn ihr einen beauftragt entbindet euch das nicht von der Steuerschuld und der entsprechenden Haftung gegenüber dem Finanzamt. Der Stb bearbeitet nur, verantwortlich ist aber IMMER der Steuerschuldner…also ihr! Ihr gebt also nicht die Verantwortung ab, sondern nur die Bearbeitung.

Und auch das allseits beliebte….“Dann kann ich aber jemanden verklagen, wenn er was falsch macht“ ist nicht so einfach Schadenersatzansprüche habt ihr nur, wenn ihr einen tatsächlichen Schaden nachweisen könnt. Eine falsche Steuererklärung und eine daraus eventuell resultierende Nachzahlung ist kein Schaden…da ihr die Zahlung sowieso hättet leisten müssen, wenn die Erklärung von Anfang an korrekt gewesen wäre…ein eventuelles Bußgeld oder Zinsen wären ein Schaden, da lohnt sich bei Kleinunternehmen das Klagen aber meist nicht…das Anwalts hin- und hergeschreibe, Gerichtskosten etc. kosten oft mehr als der Streitwert.

Meiner Meinung nach sollte JEDER Unternehmer in seiner Buchhaltung Bescheid wissen, denn er muss auch für alles Rede und Antwort stehen und nichts ist lächerlicher als ein Chef der keine Ahnung hat!

Um den „Anfängern“ da ein bisschen unter die Arme zu greifen, gibt’s demnächst ein paar Seminare nach dem Motto „Buchhaltung für Dummies“…nein ich halte euch nicht für dumm, aber unbedarft und überängstlich…das muss doch nicht sein…lasst euch doch nicht von sowas abhalten, euren Traum anzugehen.

Weitere Infos gibt’s dann auf meine Homepage…also immer mal vorbei schauen…bald geht’s los

Bis dahin…alles Liebe

Eure Tamara